In den Schären wird gemordet.

Ich war überwältigt, wie gut mein Roman (Buch, Geschichte) bei den Menschen ankam. In vielen E-Mails haben mir Leute gedankt, dass ich sie unterhalten habe, mir gesagt, was ihnen gefallen hat und was verbesserungswürdig ist, mir Mut gemacht und meinten, ich solle weiter machen, weiter schreiben und sie freuen sich schon auf mehr Geschichten.

Eigentlich sollte mein erstes Buch ein einmaliges Erlebnis sein, einen Wunsch, den man sich erfüllt und dann ist man glücklich und zufrieden, dass man es gemacht hat. Doch durch die Reaktionen habe ich mir gedacht, warum nicht?

Nun schreibe ich also weiter. Diesmal soll es ein Krimi sein. Wieder soll es in den Schären (Schweden) spielen und obwohl ich noch nie da gewesen bin, sind sie mir so vertraut. Vermutlich durch die vielen Romane, die ich gelesen habe und die vielen Bilder, die ich gesehen habe. In meinem ersten Buch sind mir die beiden Alten, Ole und Krystian, sehr ans Herz gewachsen. So habe ich also beschlossen, dass sie die Hauptrolle spielen sollen.

Heute gebe ich euch einen kleinen Vorgeschmack. Hier sind die Anfänge der Rohfassung (Achtung, noch nicht überarbeitet!!!!). Solltet ihr irgendwelche Anmerkungen haben, her damit, schreibt es mir in die Kommentare.

Mord in den Schären

Über das Buch

Auf Namdö leben Ole und Krystian in einem Altersheim. Jeder hat dort sein eigenes Zimmer, es gibt einen Gemeinschaftsraum zum Fernsehen, Lesen oder für gemütliche Spieleabende. Im Esszimmer werden den Bewohnern, auch Gäste genannt, leckere Speisen serviert. Der Garten ist voller Bäume, Büsche und Blumen und lädt zu einem angenehmen Spaziergang ein und wenn man müde wird, stehen viele Bänke zum Ausruhen bereit. Die Pfleger/innen haben meistens gute Laune und bemühen sich, dass sich ihre Gäste wohl fühlen. Zu einer der Pflegerinnen, Madita, haben sie ein besonderes Verhältnis, denn mit ihr zusammen hatten sie ihren Freund Johan gerettet, den seine Frau vergiften wollte. Nun stehen sie erneut vor einer gefährlichen Aufgabe. Doch diesmal ist alles anders. Noch gefährlicher, es geschehen Morde. Wer tötet die Menschen in den Schären und warum?

Endlich frei

Sie sah sich in der Hütte um und war zufrieden. „Ja“, sagte sie sich, „endlich habe ich wieder Platz für mich alleine“. Im Knast musste sie sich den Raum mit drei anderen Frauen teilen, Frauen, die sie hasste und die sie hassten. Kein Tag verging, an dem sie nicht gedemütigt, geschlagen oder verspottet wurde. Stumm und mit dem Gedanken an die Freiheit hatte sie alles ertragen und nun war es soweit. Diese kleine Insel beherbergte nichts als diese verlassene Hütte. Sie hatte ein Bett, einen Tisch, zwei Stühle, einen Ofen und eine kleine Abstellkammer. Waschen musste sie sich im Meer. Doch sie fühlte sich so frei wie nie zuvor in ihrem Leben. Nun konnte sie ganz in Ruhe ihren Plan ausarbeiten. Sie würde ihre Rache bekommen. Alle, die immer weg gesehen hatten, die ihr nicht geholfen hatten, die ihr nicht zugehört hatten, sie würde sie vernichten. Dann hätte sie ihren Frieden und ihre Freiheit. Zufrieden mit ihren Gedanken stand sie auf, ging aus der Hütte, sog den Geruch des Meeres ein, sah die vertrauten Inseln in der Umgebung und hörte das beruhigende Meeresrauschen. Nach ein paar Minuten drehte sie sich um, ging auf die Hütte zu und sagte sich: „Zeit loszulegen“.

Der Frühling kommt

Die Sonne war gerade aufgegangen und die Luft riecht frisch und klar. Einige Vögel zwitscherten in den Bäumen und Ole stand am Fenster und genoß die morgendliche Stille. Er wußte, dass es nicht lange so bleiben wird, bald wird der alltägliche Trubel einsetzen. Die Pfleger/innen werden zu den Bewohnern gehen, die sich nicht selbst waschen und fertigmachen können und kurz danach streben die ersten schon dem Frühstücksbüffets entgegen. Aber noch war es ruhig und er liebte dieses Ritual, ganz früh am Morgen den Tag zu begrüßen. Da klopfte es an der Tür …

Schreiben

Und wie geht es jetzt weiter?

Jetzt geht die Arbeit erst richtig los. Ich habe natürlich schon ein wenig mehr. Ich habe schon einige Ideen aufgeschrieben wie der Schluß wird, sowie vom Mittelteil. Aber es ist auch noch viel Recherche, es kommen neue Charaktere dazu, die brauchen einen Namen und eine Individualität, neue Gegenden, die es auch wirklich in den Schären gibt und dann natürlich noch viel Schreiberei.

Habt ihr auch schon mal mit dem Gedanken gespielt ein Buch zu schreiben, oder habt ihr schon eines geschrieben? Was sind eure Erfahrungen?

Schreibt mir gerne einen Kommentar.