„Ich begebe mich auf ein anderes Terrain!“

Mein Mann hat ein übersprudelndes Gehirn voller Ideen und Geschichten. Manchmal träumt er auch ganz verrückt und morgens erzählt er mir, was in seinem Kopf herum spukt. Eines Tages erzählte er mir, er habe von einem Mann geträumt, der morgens aus seinem Haus, auf einer Insel, geht und einen Bauwagen auf seinem Grundstück entdeckt. Der Mann, der in dem Bauwagen lebt, macht ihm einige Schwierigkeiten, bis hin zum Mordversuch. Wie alles ausging, das wusste mein Mann nicht, denn er war vorher aufgewacht. Wir haben uns darüber noch ein bißchen unterhalten, jeder hat ein eigenes Ende gefunden und irgendwann kam der entscheidende Satz: „Das ist doch eine gute Story für einen Roman, das sollte man aufschreiben!“ Olaf sah mich an und sagte: „Ok, warum nicht, mach es doch einfach.“ „Ich, wieso ich? Ich kann doch gar nicht schreiben.“ Doch wie es so ist, tagelang habe ich mit dem Gedanken gespielt, ihn wieder verworfen und immer wieder hervorgekramt und eines Tages habe ich einfach begonnen. Warum nicht mal mal was Neues machen?

Bauwagen am See, mal was Neues machen
Im schönen Schweden.

Ich wollte, dass es in den Schären spielt, denn ich liebe Schweden-Romane. Das ist ein Land, welches ich unbedingt besuchen und erleben möchte. Die Landschaft und die Leute, welche ich nur aus Romanen und Bildern kenne, stelle ich mir wunderschön und absolut liebenswert vor. Ich setzte mich also an das Notebook und die ersten beiden Kapitel flossen nur so aus mir heraus, aber dann kam, was kommen musste, nämlich nichts mehr. Habe ich jetzt schon eine Schreibblokade? Na, das kann ja was werden. Ich ließ die Schreiberei erstmal links liegen, denn andere, wichtige Aufgaben standen an. Nach ein paar Tagen versuchte ich es erneut und konnte wieder einige Sätze anfügen. Immer wieder kam mir etwas dazwischen, waren andere Sachen zu erledigen, gingen mir die Ideen aus und und und. So geht es mir nun seit ein paar Monaten und ich weiß noch nicht, wie lange ich noch brauche. Mittlerweile habe ich einen noch größeren Respekt und bin voller Bewunderung, dass Schriftsteller jedes Jahr einen Roman von 300, 400 oder noch mehr Seiten schreiben können.

Hier ein kleiner Auszug aus den Anfängen meines Buches

Das Sommerhaus seiner Träume

Über das Buch

Johan Berglund ist überglücklich endlich ein Sommerhaus auf der Insel Sandön sein eigen zu nennen. Er hatte endlich das Haus seiner Träume, doch dann erscheint auf seinem Grundstück ein Eindringling, mit dem er nicht gerechnet hat. Ein junger Mann, auf der Suche nach seiner Identität. Es wird ein Sommer, den Johan nie vergessen wird. Ein Sommer, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellt und ihn in große Gefahr bringt.

Das Haus am See
Auf der Insel Sandön

Johan Berglund stand auf der kleinen Insel „Sandön“ und sah auf das Meer hinaus. Von hier konnte er die Inseln Grösnkär und Revengegrundet sehen. Ein wunderbarer Ausblick. Viele kleine Boote und Schiffe fuhren im glitzernden Wasser durch die Schären, die Sonne lachte vom Himmel, hinter ihm dichter Wald. Er konnte es noch gar nicht fassen. Nun gehörte dieses Grundstück mit dem hübschen Häuschen am Wasser ihm. Sein Boot, eine kleine, weiße Jolle, war am Steg festgemacht. Er drehte sich um und warf einen stolzen Blick auf das rote Holzhaus. Es war an die neunzig Jahre alt, mit einer Terrasse, ebenfalls aus Holz und einem etwas eingefallenen Schuppen an der Seite. Langsam sah er sich im Garten um und sah dieses wunderschöne Grundstück. Die Wiese war dunkelgrün und übersät mit unzähligen Obstbäumen, an einer Seite war ein Gemüse- und Blumengarten angelegt, der ein wenig verwildert war. Doch Johan würde sich darum kümmern, damit die Blumen wieder kunterbunt blühen würden und sie frisches Gemüse ernten konnten. Dort in der Nähe des Schuppens würde er Moltebeeren anpflanzen, die aß er so gern und direkt am Haus sollten Stockrosen blühen. Dies waren seit seiner Kindheit seine Lieblingsblumen. Er fuhr mit seinen Eltern oft nach Italien und sie übernachteten immer in diesem hübschen Dorf in Bayern. Die Wirtsleute hatten im Garten unzählige Stockrosen in sämtlichen Farben gepflanzt und seither liebte er diese Blumen. Er freute sich auf die Arbeit, denn dieses Haus war immer sein Traum gewesen.

Und dann erinnerte er sich daran, was vor einem Jahr geschah.

Wohnwagen

Es wird wohl noch ein wenig dauern bis meine Geschichte fertig ist und ich sie veröffentlichen kann. Doch ich bin mir sicher, eines Tages wird es soweit sein und darauf freue ich mich schon sehr. Was Neues machen, einfach mal etwas versuchen, was man vorher noch nicht gemacht hat, ist eine ganz spannende Sache.

Was haltet ihr davon? Habt ihr auch schon mal was ganz Neues gemacht? Ich freue mich auf eure Kommentare.

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Es ist idiotisch, sieben oder acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann.

Mark Twain