„Warum macht ihr das?“

Wir befinden uns in einem Zeitalter des Teilens. „Wo bist du und was machst du?“, ein Video, eine Meinung, ein Bild, ein Zitat, ein Erlebnis, ein Tipp, eine Erfahrung, eine Hilfestellung und und und. Auf Twitter, Facebook, Pinterest, Instagram, Google+, YouTube und noch vielen Kanälen mehr. Warum machen wir das? Ganz einfach, wir sind die Generation „Share“, wir teilen, was uns wert ist gezeigt zu werden. Und das ist auch richtig so.

Das Internet ermöglicht jedem sich zu informieren und das zu konsumieren, worauf er Lust hat. Eigentlich kann sich jeder sein eigenes Programm selbst zusammen stellen. Sei es aus YouTube-Kanälen oder anderen Social-Medien. Denn nicht alle haben die gleichen Interessen und diese Vielfalt ist spannend.

Früher wurden die Leute von Gauklern und Minnesängern unterhalten, die Geschichten und Lieder weitergegeben haben, dann gab es die ersten Aufzeichnungen mit Neuigkeiten, die alle paar Wochen gedruckt wurden und nur aus einer oder zwei Seiten bestand und nur wenigen zugänglich waren. Der größte Teil aller Geschichten wurde viele tausend  Jahre mündlich weitergegeben. Wenn man den Lauf der Zeit betrachtet, gibt es Zeitungen, Radio und Fernsehen noch nicht allzu lange. Doch was in den letzten 20 Jahren passiert ist, ist wie eine kleine Revolution.

Das Internet hat die Kommunikation verändert, plötzlich entstanden Webseiten und Blogs und die Leute merkten, es gibt noch eine andere Form der Unterhaltung und Information. Durch dieses neue Medium konnte man sich seine eigene „Zeitung“ zusammen stellen. Später kamen dann noch YouTube, Facebook, Google+, Twitter, Instagram und Co. dazu und jeder informierte oder konsumierte das, was für ihn wichtig ist.

KEINE ALTERSBEGRENZUNG!

Wenn das Alter keine Rolle spielt und das Wissen die Generationen vereint, dann sind wir auf einem guten Weg. Natürlich hat ein 20jähriger andere Interessen als ein 60jähriger, aber der junge Mensch kann von dem Älteren eine Menge lernen und entdecken, genauso kann der Ältere etwas über die Jüngeren erfahren und so gibt es einen regen Austausch von Geschichten, Erfahrungen, Erlebnissen, Meinungen und und und. Wäre es nicht schön, ich weiß ja nicht wie alt du bist, aber dein Großvater oder Urgroßvater hätte vor 80 oder 100 Jahren eine Kamera gehabt und hätte dir Geschichten erzählen können? Wie oft würdest du das ansehen und sagen: Danke, Opa oder Ur-Opa, ich kann dich sehen und mir ein Bild von dir machen und deine Geschichten sind einfach schön. Es gibt z. B. eine Oma auf YouTube, die Märchen erzählt, gefilmt von ihrem Enkel. Diese ganz niedliche und süße Frau hat über 100.000 Abonnenten. Viele junge Menschen freuen sich, dass sie Märchen erzählt, denn das kennen viele gar nicht mehr. Es wäre doch schade, wenn das verloren ginge. Ich habe für meinen Enkel ein Video gemacht, dieses Video kann er noch seinen Kindern und Enkeln zeigen. Vielleicht freuen sie sich darüber.

Warum macht ihr das?

Bei der Bewegung „teilen/sharing“ wird oft auch das Wort „Contentmaker“ benutzt, das übersetzt soviel bedeutet wie: „Das produzieren von Inhalten“. Diese Menschen, zu denen wir uns auch zählen, bekommen oft die gleiche Frage gestellt: „Warum macht ihr das?“. Auf diese Frage können alle die gleiche Antwort geben: Schau uns zu!

Wir kreieren Inhalte mit Liebe, Leidenschaft und viel Spaß. Durch nette Kommentare oder E-Mails findet oftmals ein sehr freundlicher und inspirierender Austausch statt und es entsteht eine „virtuelle Freundschaft“, ein Netzwerk aus Gleichgesinnten, die respektvoll miteinander umgehen. Wir wünschen uns mehr Menschen, die uns zeigen wie ihr Leben abläuft, wirkliche Menschen, wie du und ich. Menschen, die mir vertraut werden und mit denen ich in Kontakt treten und mich austauschen kann. Respektvoll und harmonisch. Menschen, die mich bereichern, junge wie alte, die ihre Geschichten erzählen und die es verdienen, dass man ihre Geschichten anerkennt. Ob jung oder alt, wir alle haben was zu erzählen, was wiederum andere bereichert, lasst es uns teilen, let`s share it. DANKE!

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Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich.

André Gide (franz. Schriftsteller)