„Das Leben im 21. Jahrhundert ist trotz hohem Wohlstand, technischem Hilfswerk und wenig körperlicher Belastung extrem hart geworden.“

Im Berufsleben zählt nur Schnelligkeit und Professionalität. Zugleich wird die Arbeit immer mehr und die Angst diese zu verlieren auch. Das Privatleben hat gefälligst perfekt zu sein. Die Kinder werden pädagogisch wertvoll erzogen und sportlich, künstlerisch und sprachlich auf das Berufsleben vorbereitet. Der Partner ist natürlich immer gut gelaunt, kann und schafft auch alles und ist ein liebevoller Elternteil.

Bei diesem Alltagsprogramm sind Misserfolge und ständige Selbstkritik vorprogrammiert. Mit gravierenden Folgen. Krankmeldungen aufgrund von Burn-Out und Depressionen erreichen einen nie da gewesenen Höchststand, zunehmend bei Popgrößen und Fußballprofis, also auch bei extrem erfolgreichen Menschen.

Stress!

Der Satz „ich bin so im Stress“ ist ein so häufig gehörter Satz, dass auch schon Kleinkinder ihn nachplappern. Dabei ist doch Ruhe und Entspannung, um neue Kraft zu tanken, sehr wichtig. Hohe Anforderungen herrschen überall, am einfachsten Arbeitsplatz, in der Familie, in der Partnerschaft und auch bei persönlichen Krisen wie Liebeskummer, Arbeitslosigkeit, Geldsorgen, Krankheit, Trauer und Verlust. Ein klein wenig Stress darf aber sein, denn der treibt uns an, kann uns zu Höchstleistungen bringen.

Mit einem gewissen Maß an Stress muss jeder klar kommen. Gefährlich wird er erst, wenn die Erholungsphasen zu kurz sind. Stress entsteht auch da, wo wir ihn gar nicht vermuten, das Ende einer Beziehung, Tod, Geschrei der Kinder, Arbeitslosigkeit. Leben wir in einer Großstadt sind es die vielen Menschen und die ständige Reizüberflutung, die uns stresst.

Was Menschen heute von sich verlangen, ist gar nicht zu schaffen. Man will die Anforderungen des Partners, der Kinder und des Arbeitgebers erfüllen. Und zwar nicht irgendwie, sondern perfekt, so wie in Hollywood. Meist merken die Menschen gar nicht was los ist, bis der Körper den Dienst verweigert und sie zusammen brechen. Jeder zweite Arbeitnehmer klagt über starke Belastung im Beruf, wie Termin- und Leistungsdruck, Störung durch Mail oder Telefon, wenig bis keine Pausen wegen erhöhtem Arbeitsaufkommen.

Burn-Out!

Selbst junge Menschen unter 18 Jahren leiden vermehrt an Burn-Out oder Depressionen. Der Leistungsdruck in der Schule, von Eltern oder Mitschülern, sowie die ständige Erreichbarkeit und jede Mode-, Styling-, Beziehungsphase, die gerade „in“ sind, mitzumachen, setzt die Jugendlichen extremen Stress aus.

Es gibt jedoch auch Menschen, die jeden Stress, jede Krise oder Schicksalsschlag wunderbar meistern. Die wichtigsten Eigenschaften, die eine starke Seele ausmachen sind z. B. die Fähigkeit, verlässliche soziale Bindungen aufzubauen, starkes Selbstbewusstsein, Intelligenz, Fröhlichkeit, Durchsetzungsvermögen, Kraft, Selbstkenntnis, Frustresistenz und das Bewusstsein, etwas im Leben erreichen zu können. Man sollte offen für Veränderungen sein, auch wenn diese zunächst wenig erfreulich scheinen. Einige dieser starken Eigenschaften reichen schon aus, um Krisen bewältigen zu können. Man sollte nur ganz genau wissen welche, damit man in Zeiten von Frust und Trauer diese gezielt einsetzen kann.

Hat man etwas schlimmes erlebt, wie den Verlust eines lieben Menschen, sollte man sich nach einer gewissen Trauerzeit den Satz sagen: „Ich will wieder glücklich sein.“ Jeder benötigt seine Zeit zum Trauern, das ist normal und soll auch so sein, doch sollte man bedenken, dass das Leben weiter geht. Alles Negative sollte aus dem Leben gebannt werden und auch keine Sorgen und Probleme von Freunden anhören, keine Nachrichten im TV oder Radio ansehen oder hören, sich auf schöne und beruhigende Dinge besinnen, wie die Wärme der Sonne, Vogelgezwitscher, Meeresrauschen, Kinderlachen etc.

Bei einem Burn-Out ist es wichtig, sich eine Auszeit zu gönnen und zwar konsequent. Das wichtigste ist Selbstdisziplin. Dazu gehört auch  eine gesunde Ernährung, Sport, Ruhe- und Entspannungsphasen. Nicht alles alleine machen, auch anderen Aufgaben übertragen. Mal ganz bewusst Handy und Telefon ausschalten, sich selbst wahrnehmen und pflegen.

Depression!

Bei einer Depression oder Krankheit sollte man diese akzeptieren. Es nützt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken oder sich zuhause einzuigeln und in Selbstmitleid zu baden. Es gibt so viele Therapeuten und Ärzte, die helfen können. Auch selbst kann man viel erreichen, indem man den Körper durch gesunde, frisch gepresste Säfte heilt.

Eine liebevolle Bindung, sei es durch Partner, Eltern, Großeltern, Kinder, Freunde, gibt jedem Menschen genug Stärke um mit allen Schicksalsschlägen fertig zu werden. Es gibt natürlich auch Menschen, die sich schwer tun Bindungen aufzubauen oder zuzulassen. Denen sei gesagt, es gibt genügend Leute auf der Welt, teilt man sein Schicksal mit, wird es tausende geben die genauso empfinden, dankbar sind und man kann viele Menschen kennenlernen.

 

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Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen.

Konfuzius (551 – 479 v. Chr.), chinesischer Philosoph